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Beratungshilfe

Personen, die sich aufgrund ihrer finanziellen Situation selbst keinen Anwalt leisten können, erhalten durch die staatliche Beratungshilfe die Möglichkeit, einen Rechtsanwalt kostenlos zu beauftragen. Die Kosten für den Anwalt übernimmt die Staatskasse. Im Rahmen der Beratungshilfe bestehen zwei Möglichkeiten: Zum einen kann die hilfesuchende Person sich von einem Rechtsanwalt lediglich beraten lassen, zum anderen kann der Anwalt auch damit beauftragt werden, außergerichtlich tätig zu werden. Beides ist für den Inhaber eines Berechtigungsscheins kostenlos. Eine Vertretung vor Gericht ist mittels der Beratungshilfe leider nicht möglich. Hierfür gibt es dann die Prozesskostenhilfe.

Die Beratungshilfe ist kostenlos. Grundsätzlich soll der Rechtsanwalt im Rahmen der Beratungshilfe zwar eine Gebühr in Höhe von 10,00 EUR erheben, jedoch kann er diese im Einzelfall erlassen. Ein Erlass ist dann möglich, wenn selbst diese 10,00 EUR für die ratsuchende Person eine zu starke finanzielle Belastung darstellen würde.

Sie können die Beratungshilfe beliebig oft in Anspruch nehmen. Jedoch wird pro Angelegenheit nur ein Beratungshilfeschein ausgestellt. Haben Sie beispielsweise ein mietrechtliches Problem, so erhalten Sie hierfür einen Berechtigungsschein. Einen zweiten Beratungshilfeschein erhalten Sie für dieses Mietrechts-Problem nicht. Haben Sie aber ein zweites rechtliches Problem, beispielsweise mit Ihrem Telefonanbieter, dann erhalten Sie hierfür einen weiteren kostenlosen Beratungshilfeschein im Rahmen der Beratungshilfe.

Beratungshilfe erhalten all diejenigen Personen, die sich selbst keinen eigenen Rechtsanwalt leisten können. Entscheidend ist die finanzielle Situation zum Zeitpunkt der Antragstellung. Es kommt darauf an, wieviel Geld Sie pro Monat zur Verfügung haben. Von diesem Geld werden bestimmte Freibeträge sowie Mietkosten etc. abgezogen. Am Ende dürfen nicht mehr als 15,00 EUR übrig bleiben. Ist das der Fall, so wird Ihnen die Beratungshilfe gewährt.

 

  • abzüglich eines allgemeinen Freibetrages von 395,00 EUR pro Person
  • abzüglich von 276,00 EUR für jedes Kind
  • abzüglich eines Freibetrags für Berufstätige über 180,00 EUR
  • abzüglich Mietkosten
  • abzüglich Mietnebenkosten
  • abzüglich Heizkosten
  • abzüglich Steuern
  • abzüglich Versicherungsbeiträge
  • abzüglich Ratenzahlungsverpflichtungen etc.

 

Der nach all diesen Abzügen übrig bleibenden Betrag darf 15,00 EUR nicht übersteigen. Dann erhalten Sie einen Beratungshilfeschein.

Wichtig ist, dass Sie Belege über Ihre wichtigsten monatlichen Einnahmequellen und Unterlagen über die größten Ausgabeposten mitnehmen. Kopien sind ausreichend. Dazu bringen Sie bitte Ihre Kontoauszüge der letzten drei Monate mit. Das Personal in der Rechtsantragsstelle muss einen kurzen Blick in die Kontoauszüge werfen, um Ihre Angaben hinsichtlich Ausgaben und Einnahmen zu überprüfen.

Die folgenden Dokumente werden benötigt:

Personalausweis (statt des Personalausweises kann auch der Reisepass mitgebracht werden, dann ist jedoch zusätzlich die Anmeldebestätigung vom Einwohnermeldeamt bzw. vom Bürgeramt notwendig, um zu überprüfen, ob Sie tatsächlich in der Stadt bzw. in dem Bezirk wohnen, in dem Sie das Amtsgericht aufsuchen)

Einkommensnachweise (Hartz IV Bescheid, Rentenbescheid, Verdienstnachweis wie beispielsweise Lohnabrechnung, Lohnbescheinigung oder Einkommensteuerbescheid, BaFöG-Bescheid)

Nachweise über Ihre monatlichen Zahlungsverpflichtungen (Mietvertrag, Heizkostenabrechnung, Stromabrechnung, Ratenzahlungsvereinbarungen, Kinderbetreuungskosten etc.)

Kontoauszüge der letzten drei Monate

Unterlagen zu Ihrem rechtlichen Problem.

 

Kontaktdaten

Rechtsanwaltskanzlei

Gertenbach & Keseberg


Königsplatz 36b
34117 Kassel
Telefon: 0561 - 400 630
Fax: 0561 - 4 006 322
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